Das geistige Wesen

In der Scientology betrachten wir die Menschen als geistige Wesen, nicht einfach als Körper plus „etwas“. Das Immaterielle an/in uns ist das, was uns wirklich ausmacht und unterscheidet. Wir nennen dieses Wesen Thetan. Es besitzt einen Körper und verwendet ihn als Mittel, um sich in diesem physikalischen Universum auszudrücken, zu gestalten und teilhaben zu können.

Man kann es nennen wie man will: Geist, geistiges Wesen, Seele, Psyche, Individuum, oder das Selbst, – dies alles sind Beschreibungen oder Synonyme für das Phänomen, das man allgemein als das Ich betrachtet. Es kann durch Erfahrungen, Erziehung gestärkt, getrübt werden oder sogar scheinbar verschwinden – aber es ist immer da. Diese scheinbare Unerklärlichkeit der Psyche ist seit jeher Inspiration für Psychologen, Soziologen, Lyriker und Mystiker gewesen. Je nach dem aus welcher Richtung man sich dem Phänomen menschliches Wesen nähert.

Offensichtlich kommen die besonderen Eigenschaften von einer Quelle, die wir mit physikalischen Mitteln und akademischen Annäherungen allein nicht wahrnehmen können. Unser Wesenskern ist nicht zu sehen, riechen oder zu ertasten. Aber er macht das Individuum aus und zwar wirklich unverwechselbar. 7 Milliarden Menschen haben unterschiedliche Fingerabdrücke und sind genauso viele unterschiedliche Persönlichkeiten.

Der Mensch ist ein individuelles geistiges Wesen mit besonderen Fähigkeiten. Er ist etlichen äußeren Einflüssen unterworfen und ist auch deutlich geprägt von seinen Erfahrungen. Der Mensch als Ganzes ist ein Kompositum aus all diesen Faktoren, die ineinander verwoben sind und seine Individualität ausmachen.
Jedes ausgeklügelte System, jeder noch so geniale Computer wäre ohne ein intelligent denkendes geistiges Wesen wie Sie völlig hilflos und handlungsunfähig. Niemals wird es eine Maschine oder ein System geben, das sich selbst so intelligent lenkt wie ein geistiges Wesen. Und nur ein geistiges Wesen kann lebendige Beziehungen zu Personen und Dingen haben und pflegen.

Das geistige Wesen in der Wissenschaft

Ärzte wie Raymond Moody oder Elisabeth Kübler-Ross erforschten Personen, die Nahtoderfahrungen gemacht hatten. Ihr Ergebnis ist ganz klar, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist. Alles wird wahrgenommen und gespeichert, dazu sind wir in der Lage. Bei Tausenden von Menschen konnten sie klar feststellen, dass diese sich nach Verlassen des Körpers als geistiges Wesen erlebt hatten und auch Fähigkeiten als normal empfunden hatten, die uns staunen lassen: Die Kommunikation war völlig frei und losgelöst von den Gesetzen von Raum und Zeit. Telepathische Fähigkeiten waren enorm ausgeprägt und die Personen konnten alle Umstände ihre Beinahetodes genauestens schildern.

Ich habe die Hauptrolle

Der Mensch ist nicht bloß die Summe seiner Gene, er ist nicht einfach ein Körper und auch nicht das Resultat seiner Sozialisation. All diese Dinge zusammengenommen spielen eine enorme Rolle in unserem Leben, aber die Hauptrolle spielt jeder für sich selbst: ich, das Individuum.

Auch wenn es oft nicht greifbar ist, so spürt doch jeder in sich den Drang, erfahren zu wollen, wer man eigentlich ist, was einen ausmacht. Und dies ist eine Eigenschaft, die allen Wesen gemein ist: sie wollen sich erfahren, aus früheren Handlungen lernen und die Qualität ihres Daseins verbessern.

Was uns hindert, die Hauptrolle zu spielen

Jeder von uns stellt sich oft eine Vielzahl von Fragen: «Mache ich meine Arbeit gut genug?»; «Bin ich egoistisch, wenn ich keine Überstunden machen will?»; «Wie bringe ich meine Kinder dazu, die Hausaufgaben zu machen?»; «Liebt meine Frau mich noch?»; «Warum setzen so viele die Natur und die Umwelt für Macht und Profit aufs Spiel?»; «Warum ist der Mann meiner Freundin so gemein zu ihr?»; «Wie kommt es, dass ich mich immer so über Ungerechtigkeiten aufrege?». Offensichtlich beschäftigen Fragen wie diese jeden Mann, jede Frau und jedes Kind.
Hier ein paar Gedanken zur Klarheit.

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